VERKEHR
Die neue automatische Vignettenüberwachungsanlage der ASFINAG ist weiterhin im Praxiseinsatz. Sie ist vorerst ein Einzelstück und wird auf der Südost Tangente (A23) eingesetzt.
Auf Foto-elektronischem Weg wird festgestellt, ob am Fahrzeug eine gültige Vignette angebracht ist, indem jedes vorbeifahrende Fahrzeug fotografiert wird. Von der Windschutzscheibe wird zusätzlich jeweils ein hochauflösendes Foto gemacht. Die Foto-Daten werden automatisch ausgewertet.
Kann die Kamera keine für den Kontrollzeitpunkt gültige Vignette erkennen, gelangt der Datensatz zu einer händischen Auswertung durch die ASFINAG. Diese prüft, ob auf dem Bild tatsächlich keine gültige Vignette erkennbar ist. Sind mehrere Vignetten vorhanden, werden alle einzeln identifiziert.
Sollte eine gültige Vignette fehlen, wird nach der manuellen Auswertung per Post eine Aufforderung zur Zahlung der Ersatzmaut (in der Regel € 120,-) an den Zulassungsbesitzer gesandt.
Der Standort der mobilen Überwachungsanlage wird nach Angaben der ASFINAG im 24-Stunden-Rhythmus geändert.
Problematisch wird vermutlich die Kontrolle der Vignetten sein, die ganz oder teilweise im abgedunkelten Feld der Windschutzscheibe montiert sind.
Auch wenn sie durch Schmutz oder Scheibenwischer teilweise abgedeckt sind, könnte die automatische Erkennung scheitern.
ÖAMTC-Tipp: Jeder sollte seine Vignette so anbringen, dass sie zur Gänze im nicht abgedunkelten Bereich der
Windschutzscheibe liegt, um mögliche Unstimmigkeiten zu vermeiden.
Wer nach einer Beanstandung rechtliche Unterstützung sucht oder sich in seinem Recht auf Datenschutz berührt fühlt, kann
sich vertrauensvoll an die Rechtsberater des ÖAMTC wenden.
Die Asfinag hat versprochen, dass im Zweifel "für den Kunden"
entschieden wird.